Sechstklässler im Jüdischen Museum Laupheim - jetzt mit Schülerbericht

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Auf die Spuren jüdischen Lebens in unserer Region begaben sich am vergangenen Mittwoch (12.03.14) unsere Sechstklässler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Gaa, Frau Kacprzak und Frau Müller. Am Vormittag stand das jüdische Museum in Laupheim im Mittelpunkt ihrer Religions-Exkursion.

Hier erfuhren die Schüler anhand der Biographie der Hochspringerin Gretel Bergmann, weshalb es heute keine Juden mehr in Laupheim gibt. Die Nationalsozialisten hatten sie vertrieben oder getötet.

Neben den Erklärungen wurde die jüdische Religion durch viele Gegenstände "greifbar"gemacht - es gab sogar Mazze zu probieren, das ungesäuerte Fladenbrot, das die Juden traditionell in der Passahzeit essen. Nachmittags ging es dann auf den nahe gelegenen jüdischen Friedhof, auf dem das Grab des Urgroßvaters von Albert Einstein nur eines von vielen spannenden Details war.

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Und hier ist der Schülerbericht zu diesem Ausflug:

Ausflug ins Jüdische Museum in Laupheim am Mittwoch den 12.03.14

Die Klassen 6a und 6b machten einen Ausflug ins Jüdische Museum in Laupheim. Die zwei Klassen hatten die ersten zwei Stunden normalen Unterricht, und von dort holten die Lehrerinnen Frau Kacprzak , Frau Müller und Frau Gaa sie ab, und liefen mit ihnen zum Bus am Viehmarktplatz. Während der Busfahrt erzählte Frau Gaa black stories, denen jeder gespannt zuhörte. Noch ca. einer Stunde sah man schon das schöne Schloss, das auch ein Kulturhaus, ein Café und natürlich ein Museum ist. Die Klassen wurden in zwei Gruppen eingeteilt, in denen man die Führung mitmachte. Bei der Führung lernten alle viel Neues, aber wussten auch schon einiges, das sie dann auch der ganzen Klasse mitteilten. Im Jüdischen Museum erfuhren sie, dass Mengen einmal zu Österreich gehört hat.

Eine richtige „Hauptperson“ wie in einem Buch gab es nicht, aber doch kam eine Person häufig vor: Gretel Bergmann. Sie ist Jüdin und hat viel mitgemacht. Dieses Jahr dürfen wir ihr zum 100. Geburtstag gratulieren. Früher war sie Deutschlands beste Sportlerin, doch da Hitler Juden verabscheute, durfte sie nicht an den Olympischen Spielen 1936 teilnehmen und bekam nur eine Stehplatzkarte. 

Im Hochsprung stellte sie sogar einen deutschen Rekord von 1,51 m auf. Doch im Jahr nach dem Rekord wanderte sie in die Vereinigten Staaten aus. Mit Gelegenheitsarbeiten verdiente sie sich ihren Unterhalt. 1937 heiratete sie den Arzt Bruno Lambert, der mit ihrer finanziellen Unterstützung aus Deutschland ausgewandert war. Nun heißt sie Margaret Bergmann-Lambert. 2012 wurde sie in die „Hall of Fame“ des deutschen Sports aufgenommen, außerdem wurden Sportstätten in Berlin und Laupheim nach ihr benannt.

Nach der Lebensgeschichte von Gretel Bergmann liefen alle gemeinsam auf den jüdischen Friedhof. Dort stellte man schnell fest, dass Männer von Frauen und Kindern getrennt liegen. Meist wurden Kinder nicht mal begraben, sondern in ein anderes Grab mit hinein gelegt. Auf den meisten Grabsteinen steht: Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens (hebräisch: תהיה נפשו/נפשה צרורה בצרור החיים). Und noch eine Besonderheit ist, dass nicht sehr viele Blumen zu sehen sind, nur Steine, die auf den Grabstein gelegt worden sind.
Als alle wieder in dem Museum selbst waren, bekamen sie noch ein jüdisches Brot zu Essen (Challa). Es schmeckte allen wirklich gut. Nun war es schon vorbei. Aber es hat allen gefallen und für manche wird es bestimmt nicht das letzte Mal im Jüdischen Museum in Laupheim gewesen sein.

Bericht von Svea Oelke und Isabel Luft; 

Bilder von Felicia Gössler und Frau Gaa

März 2014

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