Presse-AG: Wir geraten unter Druck!

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Noch zwei Artikel zu schreiben? 150 Bilder einzustellen, und das alles bis morgen? Nein, in diesem Fall war der Druck etwas Gutes. Anstatt am Ende des Schuljahres haben wir bereits mitten im Jahr einen Ausflug gemacht. Ziel war das Druckhaus von Schwäbisch-Media in Weingarten.

Nach dem Unterrichtsende am Freitag, den 8. April ging es los. Wir, fünf Schüler der neunten Klasse, Nick, Frau Tritschler und Frau Richter, gingen direkt um 13.00 Uhr zum Peppino, um uns dort mit einer Pizza zu stärken. Danach fuhren wir in zwei Autos getrennt nach Weingarten. Die 45-minütige Fahrt verging schnell, sodass wir schon bald vor den Toren des Druckhauses standen.

Dort empfing uns der ehemalige Druckleiter, Herr Langenbacher. In der darauffolgenden zweistündigen Führung konnten wir die Druckplattenherrstellung, die Druckpresse, das Versandhaus und noch viel mehr sehen. Im unteren Papierlager waren so viele Papierrollen, dass es schier unmöglich erschien, dass diese in einem Jahr verbraucht werden würden. Wie sich herrausstellte, war es jedoch nur ein Tagesvorrat, ein Fakt, der viele Ausrufe des Erstaunens hervorbrachte.

Im Druckhaus Weingarten werden pro Nacht 166 000 Tageszeitungen mit 17 verschiedenen Lokalausgaben hergestellt. Die dafür nötige Druckmaschine war sehr beeindruckend. Sie reicht über drei Etagen, ist 28m lang, 12m hoch und wiegt 380 Tonnen. Normalerweise startet die Produktion erst abends ab 22.30 Uhr, doch wir wurden Zeuge der Vorabproduktion am Freitagnachmittag: Hier werden immer schon Teile der umfangreicheren Wochenendausgabe gedruckt, die Beilage "Zeit & Welt" und der Anzeigenteil "Südfinder". Von den ca. 100 Angestellten des Druckhauses bekamen wir an diesem Tag aber nur etwa zwei Dutzend zu sehen, die Produktion lief noch nicht auf Hochtouren.

Ein gemeinsames Eisessen rundete unseren Ausflug ab. Das Allerbeste war jedoch, die Wochenendausgabe des "Südfinders" schon am Freitag in der Hand zu halten.

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In diesem Gerät werden die Druckplatten hergestellt. Jede Zeitungsseite benötigt eine eigene Druckplatte, die nach der Benutzung nicht noch einmal verwendet werden kann. Das Material (Aluminium) wird allerdings recycelt und für andere Zwecke wiederverwendet.

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Ein Blick auf die mittlere Ebene der Druckmaschine, die mit Lasertechnik arbeitet. Während unserer Besichtigung lief das Papier nur über die rechte Führung; bei normaler Produktion laufen auf beiden Seiten schier endlose Papierstreifen. Unterhalb der Führung wird die Papierbahn per Laser in Einzelblätter geschnitten, dies konnte man von außen leider nicht sehen.

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Im Hintergrund überprüft ein Drucker gerade, ob bei den ersten Exemplaren der neuen Seite alle vier Farben (magenta, cyan, yellow und schwarz) deckungsgleich aufeinanderliegen. Die ersten 150-180 Blätter einer Seite sind immer Ausschuss, bis alle Farben etc. richtig eingestellt sind.

 

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Text, Bilder und Exkursion von der Presse-AG

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