"Ich möchte lernen, wie man guten Unterricht macht..."

20 01 neue Referendare...sagte der neue Referendar Herr Nake beim Interview mit der Presse-AG. Was wir ihn und seine neuen Kollegin Frau Heiner sonst noch alles gefragt haben, und - noch viel wichtiger - was sie geantwortet haben, lest Ihr im Folgenden. Viel Spaß dabei! J

Presse-AG: Hallo Frau Heiner, hallo Herr Nake, vielen Dank, dass Sie so spontan Zeit für uns haben!

Frau Heiner: Sehr gerne, ich freue mich.

Herr Nake: Klar, natürlich.

P: Welche Fächer haben Sie auf Lehramt studiert, und an welcher Uni?

H: Ich habe an der Uni Freiburg Deutsch und Geschichte studiert. 

N: Ich habe Englisch und Ethik in Heidelberg studiert.

P: Wie lange werden Sie bei uns bleiben?

H: Insgesamt 18 Monate, also die nächsten anderthalb Jahre. 

N: Bei mir ist es genau so - ein Referendariat dauert in der Regel immer anderthalb Jahre.

P: Konnten Sie sich aussuchen, an welcher Schule Sie Ihr Referendariat machen?

H: Man konnte Präferenzen in ganz Baden-Württemberg angeben - meine erste Präferenz war das Seminar Weingarten. Mengen liegt in meiner Wohnortnähe und ist dementsprechend perfekt für mich.

N: Auch ich habe mir das Seminar Weingarten ausgesucht. Ein Seminar ist ein Ort, an dem man ausgebildet wird - in dem Fall in Pädagogik. Das geschieht in Theorieeinheiten am jeweiligen Standort. In Baden-Württemberg kann man zwischen mehreren Standorten wählen: z.B. Heidelberg, Stuttgart, Freiburg oder eben Weingarten. Ich kannte das Gymi Mengen vorher nicht, und habe mich daher nicht direkt hier in Mengen beworben, sondern am Seminar-Stadort in Weingarten, und wurde dann zugeteilt. 

P: Haben Sie bereits Unterrichtserfahrung oder werden Sie jetzt `ins kalte Wasser geworfen´?

H: In meinem Praxissemester am HZG in Sigmaringen habe ich bereits unterrichtet - Es ist also nicht meine erste Unterrichtserfahrung. 

N: Auch ich habe schon im Schulpraxissemester unterrichtet, aber auch in Gießen als U-Pluskraft. Eine U-Pluskraft ist eine Art Vertretungslehrer, der morgens angerufen wird, wenn an einer bestimmten Schule Lehrer für ein paar Stunden ausfallen. Außerdem war ich für ein Jahr in Australien und habe dort als language assistant gearbeitet und Deutsch unterrichtet. Es war eine sehr tolle Erfahrung.
Die meisten Schüler gehen gleich nach dem Abitur ins Ausland, ich habe nach meiner Hochschulreife aber direkt zu studieren begonnen, und in Australien dann gearbeitet. Dort habe ich in den Schulferien die Orte besichtigt, die man sich als Tourist anschaut - ich war zum Beispiel unter anderem in Sidney und in Melbourne. Australien ist ein sehr schönes Land, und auf jeden Fall zu empfehlen.

P: Nehmen Sie sich für Ihr Referendariat irgendetwas vor? 

H: Ich hoffe auf eine schöne, lehrreiche Zeit. Ich denke, dass sie mir sehr viel Freude bereiten wird. 

N: Ich möchte lernen, wie man guten Unterricht macht, und die Zeit hier nutzen. 

P: Wurden Sie von den Erfahrungen aus Ihrer eigenen Schulzeit stark geprägt? 

H: Ja, denn jeder hatte Lehrer, von denen man Positives mitnimmt. Das war vor allem bei meinem Deutsch- und Geschichtelehrer so. 

N: Viele meiner Lehrer haben mich sowohl fachlich als auch menschlich inspiriert. Und es gibt immer wieder Leute, die einem zeigen, wie man auf eine andere Art an Dinge herangehen kann, wie man sie vorher noch nicht betrachtet hat. Dafür bin ich sehr dankbar. 

P: Wollten Sie schon immer Lehrer werden? 

H: Es war schon immer klar, dass ich etwas mit Menschen machen möchte, insbesondere mit Kindern.
Das Schöne am Lehrerberuf ist, dass man sowohl Wissenschaft bzw. Theorie, als auch Praxis leben kann, und Geschichte und Deutsch sind die Fächer, bei denen ich mir das Unterrichten am meisten vorstellen konnte. 

N: Tatsächlich nicht, denn früher wollte ich immer Schauspieler werden. Ich habe mich sehr dafür interessiert und habe beispielsweise auch einmal am Theater Bonn oder in anderen Theaterjugendclubs mitgespielt. Das hat mir irgendwann aber nicht mehr so gefallen, der Beruf als Lehrer dafür umso mehr. 

P: Alle Lehrer sind auch nur Menschen, deshalb noch eine Frage zum Schluss: Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit? 

H: Ich lese und schwimme sehr gerne. Außerdem verbringe ich viel Zeit mit Freunden und meiner Familie, und gehe gerne reisen. 

N: Ich mache viel Sport und gehe auch gerne reisen - am besten um die ganze Welt :-) Mit Freunden treffe ich mich natürlich auch sehr häufig. 

P: Frau Heiner, wenn Sie auf Reisen sind - betrachtet man die Umgebung als Geschichtslehrerin mit anderen Augen als seine Mitmenschen? 

H: Ich gehe gerne an historische Orte, die für bestimmte Städte oder Regionen prägend sind. Und ich denke, dass ich mehr Interesse beispielsweise an Museen mit historischem Schwerpunkt habe als viele andere. 

P: Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihr Referendariat am Gymi Mengen und viel Erfolg für Ihre zukünftige Laufbahn als Lehrer! 

 

 

Text und Foto: Presse-AG; vielen Dank an Frau Heiner und Herrn Nake für dieses tolle Interview! Jan. 2020

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