Ein Krieg kennt keine Gewinner - Opfer auf Lebzeit –

Am 16. Juni bekam der verschwiegene Krieg für uns Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Mengen eine Stimme.

k 23 06 Bosnienkrieg 2Mirsada Simchen-Kahrimanović mit der Klasse 9a und 9b des Gymnasium Mengen

Mirsada Simchen-Kahrimanović, Zeitzeugin des Krieges und Völkermords in Bosnien und Herzegowina, besuchte in Form eines demokratiefördernden Leseworkshops die neunten und zehnten Klassen des Gymnasium Mengen. Die Bosnierin, die seit ihrer Flucht in Deutschland lebt, war hautnah dabei, als serbische Truppen muslimische Bosniaken verfolgten, verhafteten, misshandelten und ermordeten. Drei Jahre dauerte der Horror an, um den sich ihre Autobiografie „Lauf, Mädchen, lauf“ dreht.

Mirsadas Geschichte zeigt auf, dass Krieg keine Gewinner kennt. Wie zahlreiche andere Familien hat Mirsada sowohl vor als auch nach ihrer Flucht Familienmitglieder verloren. Während ihrer Zeit in Gefangenschaft in einer zum Konzentrationslager umfunktionierten Schule musste die damals 13-Jährige Hunger, Angst und traumatische Ereignisse bewältigen. Noch heute sitzen der Schreck und die Trauer tief. Nachdem ihr die Flucht gelungen war, kam sie in Deutschland bei Verwandten unter und sollte als vom Krieg Gezeichnete sofort eine deutsche Schule besuchen. Die Sprachbarriere stellte sich ihr nicht nur beim Finden von Freunden sondern auch bei der Verarbeitung ihres Kriegstraumas mit einem Psychologen in den Weg.

Wenn auch die Bilder des Schreckens nie zu überwinden sein werden, so schöpft Mirsada aus ihrem Kindheitstrauma die Motivation, sich für Demokratie und Frieden stark zu machen und junge Menschen durch ihre Geschichte dazu zu ermutigen, politische Verantwortlichkeit für den Schutz dieser hohen Güter zu ergreifen. Mirsadas eindringlicher Appell lautet daher auch: „Zukunft braucht Erinnerung und ein tolerantes Miteinander unter den verschiedenen Völkern und Religionen.“

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Mirsada Simchen-Kahrimanović mit der Klasse 10b des Gymnasium Mengen

 

Mirsadas Besuch war für uns ein sehr eindrückliches, emotionales Erlebnis. Wir schätzen ihre Aufklärungsarbeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mit so bemerkenswertem Engagement dafür einsetzt, dass dieser Krieg in das öffentliche Bewusstsein rückt.

Text: Karla, Mira, Silas, Julius, Jan Dominik, Florian, Kevin (10b), Bild: Frau Zengerle,  Juni '23

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